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Wie HOCl bei der Desinfektion von Geräten in Brauereien helfen kann

Visuelle Darstellung einer Bierbrauerei

Schon ein einziger kontaminierter Brauprozess kann zu Produktionsausfällen und Geschmacksabweichungen führen. Dennoch setzen viele Brauereien nach wie vor auf Desinfektionsmittel, die nicht speziell im Hinblick auf die Bierqualität entwickelt wurden, was zu Korrosion an den Anlagen und zu uneinheitlichen Ergebnissen führen kann. Daher ist es wichtig, dass Sie über einen geeigneten Desinfektionsplan verfügen. In diesem Artikel werden die Risiken einer unzureichenden Desinfektion erläutert und aufgezeigt, warum dies für jeden Brauer zu einem Problem werden kann.

Wo Sie HOCl in Ihrer Brauerei einsetzen können

  • Abfüllköpfe, Sternräder und der Bereich unterhalb der Abfüllanlage: Feuchtigkeit begünstigt die Bildung von Biofilmen auf zugänglichen Metall- und Kunststoffoberflächen.(1)
  • Flaschenaußenseiten, Zuführschienen und Förderbänder in der Verpackungslinie: In diesen ständig feuchten Kontaktbereichen können Mikroorganismen schleimige Schichten bilden, die sich durch normales Spülen nur schwer entfernen lassen.
  • Kleine, manuell zugängliche Tanks und Behälter: Nach einer gründlichen Reinigung kann versprühtes HOCl dazu beitragen, Stellen zu desinfizieren, an denen Feuchtigkeit und Rückstände sonst dazu führen, dass Biofilme zwischen den Chargen bestehen bleiben.

Die Risiken einer ausbleibenden Desinfektion

Wenn Brauanlagen und Flaschen nicht ordnungsgemäß desinfiziert werden, können verschiedene Probleme auftreten:

  • Zurückgebliebene Bakterien oder Wildhefen können eine gesamte Charge verderben, manchmal ohne Vorwarnung, bis es zu spät ist.
  • Es können Fehlaromen wie ein muffiger oder saurer Geschmack entstehen, die eine Charge ruinieren, die dann nicht mehr verkauft werden kann, wodurch Ihnen möglicherweise Gewinne entgehen (2).
  • In Leitungen und Anlagen können sich Rückstände und Biofilme ansammeln, die, wenn sie nicht wirksam entfernt werden, das Risiko einer erneuten Kontamination erhöhen (1).
  • Korrosion und Lochfraß an Tanks und Leitungen können die Lebensdauer der Anlagen verkürzen und zu kostspieligen Reparaturen, Ausfallzeiten oder Ersatzanschaffungen führen (3).
  • Kontaminierte Flaschen können zu uneinheitlicher Haltbarkeit, Ausgasungen oder dazu führen, dass verdorbene Produkte die Kunden erreichen (4).

Schutz Ihrer Geräte

HOCl ist bereits in geringen Konzentrationen wirksam, wodurch das Risiko, dass es die Lebensdauer der Maschine oder den Geschmack des Endprodukts beeinträchtigt, im Vergleich zu Alternativen geringer ist. HOCl hat sich auf vorgereinigten Oberflächen bei relativ niedrigen Konzentrationen und kurzen Einwirkzeiten als wirksam gegen ein breites Spektrum an Bakterien, Viren und Pilzen erwiesen. (5,6)

Wie jedes Desinfektionsmittel wirkt HOCl am besten auf sauberen Oberflächen. Organische Rückstände und festsitzende Biofilme müssen zunächst durch eine gründliche Reinigung und CIP entfernt werden, bevor HOCl als Desinfektionsschritt angewendet wird.

Watters HOCl im Vergleich zu herkömmlichen Desinfektionsmitteln in Brauereien

Die meisten Brauereien greifen standardmäßig auf eine von zwei Optionen zurück: chlorhaltige Desinfektionsmittel (wie Bleichmittel) oder Peressigsäure. Beide weisen Nachteile auf, die sich mit HOCl vermeiden lassen.

FaktorChlorbleiche (NaOCl)Peressigsäure (PAA)Watter’s HOCl
Risiko einer Beeinträchtigung des GeschmacksHoch: Kann dem Bier einen medizinischen Geschmack verleihen (2)Gering, wenn richtig angewendetGering bei den zur Desinfektion verwendeten Konzentrationen
Sicherheit der AusrüstungKann im Laufe der Zeit zu Lochfraß führen und Edelstahl schwächenNormalerweise ist Edelstahl kein Problem, aber die Festigkeit muss überprüft werden.Schont die Geräte, da nur geringe Desinfektionsmittelkonzentrationen erforderlich sind.
Stabilität und HandlingKorrosiv und säureempfindlichVerliert nach dem Anrühren mit Wasser an Festigkeit: muss überwacht werdenBleibt während des gesamten Desinfektionsprozessewirksam und stabil
Wirksamkeit gegen MikroorganismenFunktioniert gut, allerdings nicht mehr so gut, sobald es schmutzig wirdTötet eine Vielzahl von Keimen ab, auch wenn manche Bakterien mit der Zeit Resistenzen entwickeln könnenHat sich als wirksam gegen ein breites Spektrum an Bakterien, Viren, Pilzen und Hefen in einer 100-mal geringeren Konzentration als NaOCl erwiesen
Wirksamkeit gegen BiofilmDie Wirksamkeit gegen Biofilme wird durch das Eindringen in den Biofilm eingeschränkt (7).Kann bei regelmäßiger Anwendung das erneute Wachstum von Biofilmen verhindern. (8)Reduziert Biofilm wirksam und verhindert dessen erneutes Bildung

Was das für Ihre Brauerei bedeutet

Die Umstellung auf HOCl in Flaschen ist ein wirksames Mittel, um eine effektive Desinfektion zu gewährleisten. Dies trägt dazu bei, das Risiko einer erneuten Kontamination zu senken. Aufgrund seiner Wirksamkeit bereits in geringen Konzentrationen hat es zudem nur minimale Auswirkungen auf den Geschmack und ein geringeres Korrosionsrisiko für Ihre Anlagen.

Dies kann Brauern helfen, eine höhere Konsistenz bei der Chargenqualität zu erreichen und den Austausch von Anlagen seltener erforderlich zu machen. Außerdem können Sie sich bei Ihren Kunden und Lieferanten den Ruf erarbeiten, Produkte von gleichbleibender Qualität liefern zu können.


Das abgefüllte HOCl von Watter ist ein gebrauchsfertiges Desinfektionsmittel, das in einer definierten Konzentration und einem festgelegten pH-Bereich formuliert, in UV-geschützten Behältern verpackt und auf seine Haltbarkeit geprüft wurde. Dadurch eignet es sich besonders für kleine Brauereien zum Einsatz an Abfüllanlagen, Verpackungslinien und kleinen Tanks, ohne dass zusätzliche Erzeugungsanlagen installiert werden müssen.

„Verwenden Sie Biozide sicher. Lesen Sie vor der Anwendung stets das Etikett und die Produktinformationen.“

Quellen:

  1. WAGNER, EVA M., et al. “Presence of Microbial Contamination and Biofilms at a Beer Can Filling Production Line.” Journal of Food Protection, vol. 84, no. 5, 7 Jan. 2021, pp. 896–902,10.4315/jfp-20-368.https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0362028X22055181
  2. Șutea, Corina Maria, et al. “Beer Aroma Compounds: Key Odorants, Off-Flavour Compounds and Improvement Proposals.” Foods, vol. 14, no. 24, 12 Dec. 2025, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12732517/
  3. Rossi, Stefano, et al. “Study of the Corrosion Behavior of Stainless Steel in Food Industry.” Materials, vol. 17, no. 7, 1 Apr. 2024, pp. 1617–1617, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11012613/
  4. Ciont, Călina, et al. “Beer Safety: New Challenges and Future Trends Within Craft and Large-Scale Production.” Foods, vol. 11, no. 17, 1 Jan. 2022, p. 2693, https://www.mdpi.com/2304-8158/11/17/2693/html, 10.3390/foods11172693. Accessed 11 Aug. 2026.
  5. Block, Michael S., and Brian G. Rowan. “Hypochlorous Acid: A Review.” Journal of Oral and Maxillofacial Surgery, vol. 78, no. 9, 25 June 2020, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0278239120306728#bib34, 10.1016/j.joms.2020.06.029. Accessed 11 Aug. 2026.
  6. Larsen, Morten, and Francine Shaw. “Hypochlorous Acid Cleans up Food Safety, Sustainability.” 2024.https://www.supplysidefbj.com/food-beverage-operations/the-rise-of-hypochlorous-acid-in-the-food-industry
  7. Petridis, Xenos, et al. “Chemical Efficacy of Several NaOCl Concentrations on Biofilms of Different Architecture: New Insights on NaOCl Working Mechanisms.” International Endodontic Journal, vol. 52, no. 12, 31 Aug. 2019, pp. 1773–1788, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7328853/, 10.1111/iej.13198. Accessed 11 Aug. 2026.
  8. Lee, S.H.I., et al. “Effect of Peracetic Acid on Biofilms Formed by Staphylococcus Aureus and Listeria Monocytogenes Isolated From Dairy Plants.” Journal of Dairy Science, vol. 99, no. 3, Mar. 2016, pp. 2384–2390, 10.3168/jds.2015-10007.