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Verwendung von HOCl bei der Pool-Desinfektion

Es gibt kaum etwas Schöneres als ein erfrischendes Bad im Pool. Die Vorfreude und die Erwartungen für den Sommer steigen. Pools können jedoch Bereiche für Mikroorganismen sein, da sich in fast jeder Umgebung, die in direktem Kontakt mit Wasser steht, ein Biofilm bildet. Biofilm ist eine schleimige Schicht, die Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und Hefen enthält.

Diese Mikroorganismen können zur mikrobiellen Belastung beitragen. Daher kann es sinnvol sein, Schwimmbäder zu desinfizieren, um eine gute Schwimmbadhygiene zu unterstützen.

Traditionelle Desinfektion von Bädern

Traditionell wurden chlorbasierte Verbindungen (Natriumhypochlorit, Calciumhypochlorit, Lithiumhypochlorit) zum Standard für Chemikalien, die bei der Desinfektion von Schwimmbädern verwendet werden. Es gibt jedoch eine Alternative, die bei geringeren Konzentrationen wirksam ist.

Natriumhypochlorit: Auch bekannt als Bleichmittel, ist dies das am häufigsten verwendete chlorhaltige Desinfektionsmittel. Die Konzentration für die Desinfektion von Schwimmbädern beträgt jedoch 10 % bis 12,5 %, was mehr als doppelt so viel ist wie die Konzentration von normalem Haushaltsbleichmittel. Natriumhypochlorit-Lösungen für den Einsatz in Schwimmbädern sind gemäß der CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 typischerweise mit den Einstufungen H314, H400 und H410 versehen und tragen die entsprechenden Gefahrenpiktogramme GHS05 und GHS09.

Calciumhypochlorit: Calciumhypochlorit wird häufig zur Desinfektion von Schwimmbädern verwendet. Produkte auf dieser Basis sind gemäß der CLP-Verordnung mit den Klassifizierungen H272, H302, H314, H400 und H410 versehen und tragen die entsprechenden Gefahrenpiktogramme GHS03, GHS05 und GHS09.

Lithiumhypochlorit: Wird ebenfalls zur Desinfektion von Schwimmbädern eingesetzt. Aufgrund seiner typischen Anwendungskonzentrationen wird es meist in größeren Mengen dosiert. In der Wasseraufbereitung kann Lithiumhypochlorit den pH-Wert beeinflussen. Daher werden häufig zusätzliche Chemikalien zur pH-Stabilisierung verwendet

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die genannten chlorhaltigen Verbindungen jeweils ihre spezifischen CLP-Kennzeichnungen tragen. Eine weitere Möglichkeit in der Schwimmbaddesinfektion sind HOCl-Lösungen. HOCl-Lösungen in niedrigen Konzentrationen, wie sie im Watter-Desinfektionsmittel enthalten sind, gelten gemäß der CLP-Verordnung nicht als gefährlich.

Richtige Pooldesinfektion
Chlortabletten zur Pooldesinfektion

Hypochlorige säure als Lösung

Hypochlorige Säure (HOCl) ist in geringen Konzentrationen wirksam und beseitigt Bakterien, Viren, Pilze und Hefen (EN-1276, 1650, 14467). Die zuvor genannten Chlorverbindungen müssen in Wasser aktiviert werden, um hypochlorige Säure zu bilden, während das HOCl-Desinfektionsmittel von Watter bereits in aktivem Zustand vorliegt.

Hypochlorige Säure kann Mikroorganismen innerhalb von Sekunden oxidieren. Nach der Anwendung zerfällt hypochlorige Säure in Wasser und Chloridionen. Bewahren Sie es bei Raumtemperatur auf und setzen Sie es keinem Sonnenlicht aus.

Angemessene Mengen von HOCl für die Pooldesinfektion

Gemäß dem BPR-Dossier beträgt die maximale Dosierung des HOCL-Desinfektionsmittels: 5 ppm. Es wird jedoch empfohlen, mit 1 ppm zu starten (bei Verwendung der kontinuierlichen Dosierungsmethode) und die Dosierung nur dann zu erhöhen, wenn die Chlorkonzentration im Pool Werte unter diesem Wert erreicht.

Zur Veranschaulichung:

Für ein Schwimmbad mit ungefähr 2.000 Litern (220 x 150 x 60 cm) kann die folgende Berechnung für das Watter-Desinfektionsmittel mit 375 ppm angewendet werden:

(5 ppm x 2.000 Liter) / 375 ppm → 26,66 Liter

(1 ppm x 2.000 Liter) / 375 ppm → 5,33 Liter

Daher sollten Sie regelmäßig den ppm-Wert von Chlor in Ihrem Pool messen und wenn er unter 1 liegt, müssen Sie 5,33 Liter des Watter-Desinfektionsmittels in Ihren Pool geben.

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